• Caroline Mayer

Freiwilligenmanagement

Warum engagieren sich Menschen freiwillig?

Freiwilligenarbeit soll in erster Linie Spass machen – diese Feststellung macht der Freiwilligen-Monitor Schweiz, und zwar schon seit Jahren. Wenn sich jemand für die Freiwilligenarbeit einsetzt, dann steht Spass in den häufigsten Fällen an erster Stelle. Auch der Anreiz, eine sinnvolle Arbeit zu machen, die die eigene Werte widerspiegelt, und die Tatsache, dass man in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten arbeitet, haben einen hohen Stellenwert, wenn es um die Motivation für Freiwilligenarbeit geht. Ein Engagement für eine Freiwilligenarbeit hat also nicht nur für das Unternehmen, für das die Freiwilligenarbeit geleistet wird, einen Mehrwert, sondern ist für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung.


Der Mehrwert für Unternehmen

Durch den Einsatz von freiwilligen Arbeiter:innen werden einem Unternehmen verschiedene Chancen ermöglicht. Wichtig ist jedoch, dass die Freiwilligenarbeit nicht mit der bezahlten Arbeit konkurriert, sondern sie ergänzt. Grundsätzlich ist Freiwilligenarbeit in jedem Bereich möglich, wie zum Beispiel für Arbeiten im Büro, Eventorganisation und -mithilfe, punktuelle Mitarbeit, Kurzaufträge online, Fachmitarbeit, Naturschutzeinsätze oder konzeptionelle Arbeit. Ungeeignet sind gefährliche Arbeiten sowie Arbeiten, die ein hohes Mass an Geheimhaltung erfordern.


Corporate Volunteering ist eine weitere Möglichkeit des Einsatzes von Freiwilligenarbeit. Corporate Volunteering gibt es zunehmend in grossen Unternehmen, die das gesellschaftliche Engagement der eigenen Mitarbeiter:innen fördern wollen. Es funktioniert, indem innerhalb des Angestelltenverhältnisses für gemeinnützige Organisationen Arbeit geleistet wird.


Dank dem Einsatz von Freiwilligen kann sich ein Unternehmen besser in der Gesellschaft verankern und seinen Ruf steigern.


Die Transparenz ist wichtig!

Damit die Freiwilligenarbeit für Arbeitsgeberinnen und für Arbeitsnehmer:innen während und nach der Praxis positiv ausfällt, braucht es Transparenz und Ehrlichkeit. Es soll von Anfang an klar gemacht werden, dass die Freiwilligenarbeit nicht zwingend eine Tür zur Fixanstellung ist – so können keine Missverständnisse oder falsche Hoffnungen aufkommen. Dementsprechend sind das Eignungsgespräch und eine Einsatzvereinbarung sehr wichtig.


Ausserdem wird empfohlen, keine materielle Entschädigung zu leisten, da sonst die Gefahr von Schwarzarbeit besteht. Zudem sind die freiwilligen Arbeiter: innen nicht motivierter, wenn sie eine finanzielle Entschädigung bekommen, da ihre Motivation andere Gründe hat.


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Dieses Erklärvideo ist in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Graubünden und das Institut für Multimedia Production entstanden.

 

Weitere Unterlagen zu diesem Thema findest du hier:


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📃 Artikel, Studien und Literatur

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📃 Im Leitfaden zu Freiwilligenmanagement wird auf alle wichtigsten Schritte eigegangen, die es zu beachten gilt, wenn man freiwillige Mitarbeiter:innen einsetzen will.


📃 Hier geht es zum Freiwilligen-Monitor Schweiz


📃 Hier geht es zur GDI Studie «Die neuen Freiwilligen»


📃 Hier geht es zur Vorlage für das Spesenblatt

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📃 Hier geht es zur Vorlage für das Eignungsgespräch


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📃 Hier geht es zur Vorlage für die Einsatzvereinbarung


Einsatzvereinbarung Vorlage_flexible Einsätze
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📃 Hier geht es zur Vorlage für die IT-Einverständniserklärung


IT Einverständniserklärung
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Im Rahmen dieses Artikels wurde mit Anna Bileter, Head Community of Volunteers, WWF Schweiz gesprochen.