top of page

Locali

  • Autorenbild: One Planet Lab
    One Planet Lab
  • 27. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Logo Locali (Schriftzug Locali in dunkelgrün)

Start des Projekts: 2024


Standort: Kanton Genf


Themen: lokaler Konsum, Suffizienz, nachhaltige Ernährung, Car/bike sharing, Kreislaufwirtschaft


Hier gibt's mehr: locali-ge.ch


Kontakt: Antonin Calderon,

antonin.calderon@apres-ge.ch



Über das Projekt:

Eine Frau die nachdenkt. Aus ihrem Kopf kommt buntes Gekritzel raus.

LOCALI ist ein individuell anpassbares Angebot an Abos für lokale Waren und Dienstleistungen, das sich an die gesamte Genfer Bevölkerung richtet und einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung ihres ökologischen Fussabdrucks leisten soll. LOCALI fördert eine lokale, auf gemeinschaftlicher Nutzung basierende, kreislauforientierte und nachhaltige Wirtschaft.


Durch die Nutzung der LOCALI-Abos können die Genferinnen und Genfer in den Bereichen Ernährung, Gebrauchsgüter, Kleidung und Mobilität sowohl weniger als auch bewusster konsumieren. Die LOCALI-Abos sollen dazu beitragen, unsere Konsumgewohnheiten zu ändern. Wo möglich soll man von einem Fokus auf Besitz weg und hin zu einer Wirtschaft basierend auf Funktionalität (gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen, Geräten und Kleidung) kommen. Dies passiert zum Beispiel indem wir Second-Hand-Güter (repariert, wiederverwendet, umgestaltet) gegenüber Neuware bevorzugen oder unsere Lebensmitteln aus kurzen Lieferketten und direkt bei landwirtschaflichen Betrieben besorgen.


Locali wurde in drei Phasen aufgebaut, um nachhaltigen Konsum für alle einfach zugänglich zu machen:

  • 2023–24: Machbarkeitsstudie → 7000 Teilnehmende, geschätztes Potenzial zur Schaffung von 1200 Arbeitsplätzen und einer Reduzierung der CO₂-Emissionen um 70 % (das entspricht -4,3 t/Jahr gegenüber den durchschnittlich 12 t/Jahr, die ein:e Genfer:in ausstößt).

  • 2025: Einführung der Dachmarke „Locali“ und der Plattform locali-ge.ch im Rahmen einer Kommunikationskampagne, die rund 30 Schnupperabonnements anbietet.

  • 2026: Eröffnung der ersten physischen Locali-Hubs in Genf (Sciers und Quai Vernets), um langfristig die Waren und Dienstleistungen von Locali in jedes Stadtviertel zu bringen.


Was ist die Vision hinter dem Projekt?


Das Projekt begann mit einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2023, in der Angebot und Nachfrage im Zusammenhang mit dem Sharingkonzept sowie bestehende Initiativen in dieser Richtung analysiert wurden. Die Ergebnisse hinsichtlich der möglichen Reduzierung des CO₂-Fussabdrucks und der Schaffung direkter Arbeitsplätze im Kanton Genf waren ermutigend und stützten sich auf eine massive Beteiligung von 7000 Bewohner:innen an der Studie. Demnach könnte Locali nach vollständiger Umsetzung bis zu 1200 direkte Arbeitsplätze im Kanton schaffen und den CO₂-Fussabdruck einer in Genf lebenden Person um 3 t CO₂-Äquivalent pro Jahr reduzieren. Da ein:e Genfer:in jährlich 12,9 t CO₂-Äquivalent emittiert, strebt Locali an, ein Drittel dieses CO₂-Fussabdrucks (d. h. die 4,3 t, die auf die von Locali abgedeckten Bereiche entfallen) um 38 % (realistisches Szenario) bis 70 % (optimistisches Szenario) zu reduzieren.


Was hat euch dazu bewegt, euer Projekt zu starten?


Das Projekt entstand aus einer Analyse des Genfer Gebiets und seinen Herausforderungen im Hinblick auf die ökologische Wende. Mehrere Ergebnisse haben zur Entstehung von Locali geführt. Zum einen ein klarer politischer Wille, die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, insbesondere durch den Klimaplan und den kantonalen Energieplan. Andererseits stehen die Wirtschaftszweige die bereits eine Nachhaltigkeitstransformation durchlaufen vor Schwierigkeiten: sie sind meist finanziell nicht tragbar und mit erheblichen Einstiegskosten konfrontiert. Hinzu kommt eine besorgniserregende Zersplitterung individueller und unternehmerischer Ansätze, die besonders im lokalen Einzelhandel und im Handwerk sichtbar ist und deren Erfolg gefährdet.


Angesichts dieser Herausforderungen bietet Locali einen innovativen Ansatz: ein koordiniertes und individuell anpassbares Angebot an Schnupperabonnements für lokale Waren und Dienstleistungen in jedem Stadtviertel, das es den Genfer:innen ermöglicht, ihren ökologischen Fußabdruck deutlich zu verringern, indem sie für einen begrenzten Zeitraum eine „neue Art des Konsums“ ausprobieren. Das Projekt gliedert sich in vier Schlüsselbereiche des Konsums: (1) lokale und saisonale Lebensmittel, die über ein Netzwerk aus Abo-Kisten, Lebensmittelgeschäften und Restaurants in der Nachbarschaft zugänglich sind; (2) gemeinsame Nutzung von Gegenständen durch eine Bibliothek der Dinge; (3) Zugang zu secondhand Kleidung über eine Bibliothek der Kleidung; und schließlich (4) ganzheitliche Lösungen für den Kollektivverkehr, darunter Carsharing und das Teilen von (Lasten-)Fahrrädern.


Diese Vision sieht somit einen grundlegenden Übergang zu einer lokalen und nachhaltigen Wirtschaft vor, die auf gemeinschaftlicher Nutzung und Kreislaufwirtschaft basiert. Das Ziel von Locali ist es, die Nachfrage in jedem Stadtteil zu bündeln, um bereits bestehende Aktivitäten zu sichern und die Ausweitung oder Gründung weiterer Aktivitäten zu ermöglichen, die diese ergänzen könnten.


Was ist euer Call to Action an die Community?


Ein Lautsprecher aus dem Blumen rauskommen.

Wir benötigen:


  • Unterstützung durch öffentliche und private Akteur:innen bei der Verteilung von Locali-Gutscheinen

  • Partner wie das One Planet Lab und den WWF, um das Locali-Konzept in der Westschweiz zu verbreiten und es für die Deutschschweiz anzupassen.


Das Ziel ist es, den Gemeinden in der Schweiz ein Locali-Paket anzubieten, das die Einrichtung eines Locali-Hubs umfasst, bestehend aus einem Lebensmittelgeschäft, Gemüse-Kisten, einer Bibliothek der Dinge und einer Servicestelle für einen kollektiven Verkehr. Während das Geschäftsmodell von Locali mittelfristig teilweise selbsttragend ist, sind in den ersten Jahren Investitionen für die Einrichtung des Hubs und den Start des Betriebs erforderlich.


Falls du mitmachen möchtest, das Projekt teilen möchtest oder Ideen hast, dann melde dich bei Antonin (siehe Kontaktdaten oben).

 
 
 

Kommentare


bottom of page