Umweltnutzen skalieren und Wirkungsmessung

Für Unternehmer ist es von grossem Interesse zu evaluieren, ob ein Projekt die gewünschte Wirkung erzielt. Nehmen wir als Beispiel ein Unternehmen, das einen Workshop zu nachhaltigem Konsum anbietet. Als erstes ist es wichtig zu prüfen ob überhaupt Interesse an solch einem Workshop beseht, also ob sich Teilnehmer finden lassen. In einem weiteren Schritt ist es entscheidend zu ermitteln, ob der Workshop zu einem veränderten Konsumverhalten bei den Teilnehmern geführt hat. Die Wirkung des Workshops auf die Teilnehmer muss also gemessen werden.


Weshalb es eine gute Wirkungsmessung braucht


Die Wirkung einer Leistung zu messen ist essenziell, da Unternehmen ihren Kunden und Investoren zeigen müssen, dass sie erfolgreich sind und die vereinbarten Ziele erreichen. Zusätzlich ist es für die Weiterentwicklung und die Langlebigkeit des eigenen Unternehmens wesentlich, die Wirkung der Leistungen zu evaluieren und diese gegebenenfalls anzupassen. Wenn wir das oben genannte Beispiel wieder aufnehmen und der Workshop stösst nur auf ein kleines Interesse, dann muss das Unternehmen beim nächsten Workshop etwas ändern. Genauso wichtig ist es die umgekehrte Situation zu analysieren; weshalb kam gerade dieser Workshop so gut an und warum hat genau dieser einen so starken Einfluss auf das Konsumverhalten der Teilnehmenden gezeigt. Zusätzlich kann man mit der Wirkungsmessung auch die die Qualität der erbrachten Leistung ermitteln. Im besten Fall wird eine Dienstleistung oder ein Produkt von Anfang an wirkungsorientiert geplant.


Die Skalierbarkeit im Kontext der Nachhaltigkeit


Dennoch ist die Skalierung ein wichtiger Prozess, damit unteranderem zivilgesellschaftliche Initiativen und soziale Innovationen aus ihrem Nischen-Dasein heraustreten können und somit eine grössere Wirkung erzielen und einen gesellschaftlichen Wandel auslösen können. Es wird dabei zwischen drei Formen der Skalierbarkeit unterschieden. Vergrössert sich die Initiative, spricht man von Scaling up. Dies kann geschehen indem entweder die Anzahl Mitglieder zunimmt oder das Angebot vermehrt genutzt wird. Entstehen ähnliche oder gleiche Initiativen, spricht man von einer Replication, einer weiteren Form der Skalierung. Viele soziale Initiativen unterstützen diese Replikation, da sie selber eine limitierte Kapazität aufweisen und sich daher nur bis zu einem gewissen Punkt vergrössern können oder wollen. Durch Replikation kann ihre Idee dennoch weiter verbreitet werden und sie kann eine grössere Wirkung erzielen. Die Translation ist die dritte Form der Skalierung. Hier wird der innovative Kern einer Idee auf andere Bereiche übertragen respektive mit anderen sozialen Innovationen kombiniert. Zum Beispiel wenn an einem ursprünglichen Kleidertausch-Event neu auch Gegenstände des Haushaltes getauscht werden können.




Weitere Unterlagen dazu, findest du nachstehend:


🎥 Videos

📃 Artikel, Studien und Literatur

🎧 Podcasts


🎥 Das Webinar Impact measurement and sustainable development goals diskutiert wie Unternehmen ihre Wirkung messen und darüber berichten können


📃 Die Studie Systems scale assessment of the sustainability implications of emerging green initiatives stellt ein Systemrahmen für die Bewertung der Umweltauswirkungen von "grünen Initiativen" anhand einer Fallstudie vor


📃 Die Studie An overview of sustainability assessment methodologies gibt einen Überblick über verschiedene Nachhaltigkeitsindizes, die in der politischen Praxis angewendet werden. Zudem stellt der Artikel auch Informationen zur Strategie der Formulierung von Nachhaltigkeitsindizes, zur Skalierung, Normalisierung, Gewichtung und Aggregationsmethodik zusammen


📃 Die Studie A Review of Footprint analysis tools for monitoring impacts on sustainability gibt einen Überblick über Fussabdrücke als Indikatoren, die zur Messung von Nachhaltigkeit verwendet werden können


📃 Anhand eines Fallbeispiels wird gezeigt, wie man von einer innovativen Idee zu einer skalierten Geschäftsidee kommt


📃 Der Artikel Systems scale assessment of the sustainability implications of emerging green initiatives stellt ein Bewertungsschema vor, um Nachhaltigkeitstransitionen zu beurteilen