Koopernikus
- One Planet Lab

- 28. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Start des Projekts: 2021
Standort: Zürich
Themen: Ernährung, agrarökologische Lebensmittelnetzwerke, regionale Versorgungsstrukturen, Logistik, Gemeinschaftsgastronomie & Kantinen
Hier gibt's mehr: Webseite von Koopernikus, LinkedIn
Kontakt: verwaltung@koopernikus.ch
Über das Projekt:

Unsere Genossenschaft Koopernikus entwickelt eine regionale, agrarökologische Versorgungs- und Logistikstruktur, die Produzent:innen, Verarbeiter:innen und die urbane Gemeinschaftsgastronomie im Raum Zürich systematisch verbindet.
Im Zentrum steht momentan der Aufbau eines verlässlichen Beschaffungs- und Logistiksystems für öffentliche Küchen, das nachhaltige Produkte - insbesondere jene aus der Region - in relevanten Mengen, Qualitäten und Prozessanforderungen in die tägliche Verpflegung integriert.
Herzstück sind ein dezentrales Multi-Hub-System (Cross Docking / Hub and Spoke) und eine digitale Plattform zur Bestell- und Prozesssteuerung. Dadurch entstehen faire, transparente und risikoarme Abnahmebeziehungen und ein realbetrieblich getesteter Modellraum, dessen Know-how dokumentiert und für andere Regionen zugänglich gemacht wird.
Mit der Belieferung von 161 öffentlichen Gemeinschaftsgastronomiebetrieben der Stadt Zürich entsteht ein erprobtes Modell und ein Lernraum, in dem die Schweizer Landwirtschaft unter realen Volumen, Qualitäts- und Prozessanforderungen in die öffentliche Verpflegung integriert wird. In diesem Rahmen werden Logistiklösungen, saisonale Sortimente, Qualitätssicherung und kooperative Beschaffungsprozesse kontinuierlich getestet und weiterentwickelt. Parallel dazu baut Koopernikus systematisch Praxis- und Erfahrungswissen entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette auf, dokumentiert dieses und bereitet es für die Weitergabe an andere Regionen auf.
Was ist die Vision hinter dem Projekt?
Kurzfristig führt dieser Ansatz zu einer verbesserten Einkommens- und Planungssicherheit für nachhaltig wirtschaftende Agrarbetriebe, zu einer verlässlichen Abnahme ihrer Produkte durch die öffentliche Gemeinschaftsgastronomie sowie zu einer Reduktion von Transportwegen, Food Waste und Umweltbelastungen. Mittel bis langfristig entsteht ein übertragbarer Modellraum, der zeigt, wie die Schweizer Landwirtschaft als tragende Säule nachhaltiger Ernährung strukturell gestärkt und in weitere Regionen übertragen werden kann. Damit leistet Koopernikus einen langfristigen Beitrag zur nachhaltigen Ernährung in der Schweiz.
Was hat euch dazu bewegt, euer Projekt zu starten?
Essen verändert die Erde.
Heute werden in der Schweiz ca. 80% unserer Lebensmittel durch industrielle Landwirtschaft produziert. Dadurch verschmutzen wir enorme Mengen an Wasser, zerstören fruchtbare Erde, beschleunigen den Klimawandel und tragen massgeblich zum grossen Artensterben bei.
Lebensmittelproduzent:innen werden von Grosshändler:innen unter Druck gesetzt, ihre Produkte zu immer niedrigeren Preisen abzugeben. Das führt dazu, dass sie Umwelt und Angestellte ausbeuten. Ausserdem leidet ihre physische und emotionale Gesundheit darunter.
Ökologische Lebensmittel bieten eine Alternative: Sie tragen zum Aufbau gesunder Böden, zur Förderung der Biodiversität und zum Klimaschutz bei. Doch das aktuelle System erschwert deren Produktion und Handel. Hier setzt Koopernikus an.
Was ist euer Call to Action an die Community?

Wir benötigen mehr Genossenschafts-Mitglieder, zudem suchen wir Menschen für unsere Verwaltung (ehrenamtliche Tätigkeit).
Wir benötigen Unterstützung durch kompetente Menschen die uns mittels Freiwilligenengagement unterstützen wollen in der Kommunikation, v.a. Überarbeitung Webseite, Überarbeitung respektive neu Aufsetzen von Social Media Kanälen, ggf. Newsletter oder andere Formate zwecks Kommunikation an Mitglieder sowie Kommunikation an die Öffentlichkeit.
Wir freuen uns über Kontaktaufnahme durch Menschen in der Verwaltung und der Politik, die von den Prozessen in Zürich lernen möchten: Was genau benötigt es, damit die Gemeinschaftsgastronomien nachhaltige regionale Produkte einkaufen und zubereiten kann? Wir benötigen andere politische Rahmenbedingungen, inklusive Möglichkeit der Förderung von Strukturen wie unserer mittels Projekte Regionale Entwicklung (PRE), was im Kanton Zürich aktuell am Kanton scheitert.
Falls du mitmachen möchtest, das Projekt teilen möchtest oder Ideen hast, dann melde dich bei Koopernikus (siehe Kontaktdaten oben).




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