PIONIERQUARTIER
- One Planet Lab

- 14. Juli
- 3 Min. Lesezeit

Start des Projekts: 2025
Standort: Zürich
Themen: regenerative Nachbarschaften, Collective Action, Bottom-Up-Innovation, Wissenstransfer, neue Narrative
Hier gibt's mehr: www.pionierquartier.ch
Kontakt: Michael Mettler & Meng Li,
Über das Projekt:

PIONIERQUARTIER macht Nachbarschaften zu Reallaboren für eine regenerative Zukunft. Gemeinden entwickeln gemeinsam mit Quartierbevölkerung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Bildung konkrete Lösungen an den Schnittstellen von Wohnen, Arbeiten, Lernen, Erholen, Versorgen und Ernähren.
Unser Ansatz beginnt dort, wo Transformation heute oft stecken bleibt: Es fehlt an erprobtem Praxiswissen und an einer starken Anlaufstelle für zukunftsfähige Nachbarschaftsentwicklung im Quartiersmassstab.
Mit dem PionierVerbund machen wir Erfahrungen aus Leuchtturmprojekten zugänglich und bringen Akteur:innen zum Lernen und Vernetzen zusammen; mit dem PionierRaum begleiten wir engagierte Menschen vor Ort von der ersten Initiative bis zur Verstetigung — denn Quartiere sind klein genug zum Experimentieren und gross genug für echte Wirkung. So entstehen Narrative, in denen weniger Emissionen, geringerer Ressourcenverbrauch und stärkere Ökosysteme als Gewinn an Gesundheit, Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit erfahrbar werden.
Unser Team bringt Praxiserfahrung aus Stadtentwicklung, Kreislaufwirtschaft, Energiewende, Ernährungssystemen und Bildung zusammen — ergänzt durch methodische Kompetenz in Kommunikation, Partizipation und Stakeholdermanagement.
Was ist die Vision hinter dem Projekt?
Gemeinden fehlt der Zugang zu erprobtem Praxiswissen und professioneller Begleitung, um ihre Quartiere zukunftsfähig zu entwickeln. Ohne diesen Zugang bleiben Initiativen isoliert, Suffizienz wird als Verzicht erlebt — systemischer Wandel bleibt aus. PIONIERQUARTIER schliesst diese Lücke: Wir machen Erfahrungen aus Leuchtturmprojekten zugänglich, vernetzen Akteur:innen und begleiten Nachbarschaften von der ersten Initiative bis zur Verstetigung. So senken Quartiere CO₂-Emissionen und Ressourcenverbrauch und stärken lokale Ökosysteme — nicht durch Verzicht, sondern durch Angebote, die als Gewinn an Gesundheit, Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit im Alltag ankommen. Unser Ziel: eine wachsende Allianz von Pionierquartieren, die zeigt, dass regeneratives Zusammenleben innerhalb planetarer Grenzen realisierbare Praxis ist.
Was hat euch dazu bewegt, euer Projekt zu starten?
Die Geschichte von PIONIERQUARTIER beginnt mit einer Ausschreibung: Das Präsidialdepartement der Stadt Zürich suchte Unterstützung für das Pilotquartier Netto-Null in Binz/Alt-Wiedikon. Im Zuge unserer Bewerbung haben wir uns intensiv mit dem Vorhaben auseinandergesetzt — und sind auf eine zentrale Erkenntnis gestossen: Das abstrakte Ziel «Netto-Null» greift zu kurz und prallt genau an jener unbekümmerten Bevölkerungsmehrheit ab, die man mobilisieren müsste.
Daraus entstand unsere Leitfrage: Was wäre, wenn wir nicht mit einer Kampagne gegen CO₂, sondern für ein gesundes Leben antreten — für das Wohlbefinden von Mensch und Mitwelt? Wenn wir mit diesem Narrativ Angebote im Quartier schaffen, die nicht nur auf das CO₂-Ziel einzahlen, sondern auch auf Ressourcenschonung, Biodiversität, psychische Gesundheit und lokale Wirtschaft – und das, ohne die Ziele in den Vordergrund zu stellen? Angebote, die Menschen verbinden, aus örtlichem Innovationsgeist schöpfen und vielfältigen Sinn stiften — an den Schnittstellen von Wohnen, Arbeiten, Lernen, Erholen, Versorgen und Ernähren.
Was ist euer Call to Action an die Community?

Aus der Community suchen wir ganz konkret:
1) Verbindungen zu Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung, die offen sind für neue Wege in der Quartiersentwicklung — der Zugang zu ersten Pilotgemeinden ist für uns der wichtigste Hebel.
2) Kontakte zu bestehenden Nachbarschaftsinitiativen, um voneinander zu lernen und erprobtes Wissen über den PionierVerbund weiterzugeben, etwa in Workshop-Formaten.
3) Förderpartner:innen, die mit uns in die Erprobungsphase investieren: 2027 wollen wir den PionierVerbund als Wissens- und Vernetzungsplattform aufbauen und drei erste PionierRäume realisieren. Dazu schreiben wir subventionierte Pilotprojekte aus — Gemeinden mit überzeugenden Ideen und echtem Gestaltungswillen können sich bewerben. So halten wir die Einstiegshürden tief und erproben den Ansatz dort, wo er auf fruchtbaren Boden fällt.
Falls du mitmachen möchtest, das Projekt teilen möchtest oder Ideen hast, dann melde dich bei PIONIERQUARTIER (siehe Kontaktdaten oben).




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