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Syphon – ein Gleichgewicht zwischen Mensch und Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft

Syphon AG beteiligt sich an einer national vernetzten ökologischen Kreislaufwirtschaft im Baubereich und engagiert sich lokal als soziale Institution zur Integration von sozial schwächeren Menschen, die auf dem konventionellen Arbeitsmarkt keine Stelle finden.


Die Syphon AG aus Brügg BE sorgt dafür, dass gebrauchte Bauteile wiederverwendet werden – und fördert dabei Soziale Integration!


Wir haben mit Karin von Syphon gesprochen.


Was macht ihr genau bei Syphon?


Karin: Kurz gesagt: Soziale Integration durch Wiederverwendung gebrauchter Bauteile und weitere Dienstleistungen.


Vor Gebäudesanierungen oder Abbrüchen inventarisieren wir die wiederverwendbaren Bauteile, damit diese in der Planung berücksichtigt werden können. Anschliessend demontieren wir Bauteile sorgfältig und verfügen über das nötige Know-How dazu. Unsere Mitarbeitenden werden in der Regel für fachlich einfache Arbeiten eingesetzt, da sie oft keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Die professionelle Ausführung der Arbeiten wird durch unseren Vorarbeiter gewährleistet.


An unserem Standort in Brügg bei Biel werden die Bauteile und Geräte gereinigt, repariert und geprüft. Die aufbereiteten Küchen und Geräte führen wir über unseren Laden in Brügg und über die Plattform www.useagain.ch der Wiederverwendung zu. Was nicht wiederverwendet werden kann, wird fachgerecht recycelt oder entsorgt.


«Die Syphon AG bietet Menschen, die aus dem konventionellen Arbeitsmarkt ausgeschieden sind, Arbeitsplätze in der Demontage, der Aufbereitung und im Verkauf von Bauteilen und Geräten und schafft einen Rahmen für die soziale und berufliche Zusammenarbeit in einer geregelten Tagesstruktur.»

Unsere Mitarbeitenden sind mehrheitlich Sozialhilfeempfänger*innen und werden uns durch die zuständigen Stellen zugewiesen. Durch eine arbeitsagogische Begleitung am Arbeitsplatz fördern und fordern wir unsere Mitarbeiter*innen nach ihrem Leistungsvermögen und ihren Kompetenzen. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit den zuweisenden Stellen mit Hilfe von Standortgesprächen und Zielvereinbarungen. Wir schaffen für die Mitarbeiter*innen Schnittstellen zum ersten Arbeitsmarkt und pflegen Kontakte und den Austausch mit anderen sozialen Institutionen.


Wie seid ihr auf die Idee gekommen eine Bauteilbörse aufzubauen?


Karin: Die Sypon AG wurde im Jahr 2008 von Christine Meier, Uwe Zahn und Daniel Glauser, die durch Niklaus Liggenstorfer zusammengebracht wurden, gegründet, mit dem Zweck, Arbeitsplätze für Menschen, die aus dem konventionellen Arbeitsmarkt ausgeschieden sind, zu schaffen und Bauabfall zu vermindern. Die Sammlung, Aufbereitung und der Verkauf von Bauteilen bieten wir diesen Menschen eine Tagesstruktur und vielfältige Tätigkeitsbereiche zur individuellen Entwicklung. Dabei arbeitet die Syphon AG mit Gemeinden und Institutionen zusammen, die sich ebenfalls um diese Aufgabe kümmern. Ein allfälliger Gewinn wird nicht ausgeschüttet, sondern muss ausschliesslich wieder dem Unternehmenszweck gewidmet werden. Die Gesellschaft verfolgt damit eine gemeinnützige Zweckbestimmung im Sinne von Art. 620 Abs. 3 OR.





Was möchtet ihr mit der Bauteilbörse erreichen?


Karin: Engagement für eine nachhaltige Entwicklung lokal und national Soziale und berufliche Integration sowie ökologische Kreislaufwirtschaft tragen im Sinne des umfassenden Nachhaltigkeitsgedankens zu einem Gleichgewicht zwischen Mensch und Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft, bei. Wir beteiligen uns an einer national vernetzten ökologischen Kreislaufwirtschaft im Baubereich und engagieren uns lokal als soziale Institution zur Integration von sozial schwächeren Menschen, die auf dem konventionellen Arbeitsmarkt keine Stelle finden.


Wie definiert ihr Erfolg für euch?


Karin: Erfolg ist, wenn wir für intakte Bauteile einen neuen Besitzer finden und mit dem Verkaufserlös unsere Kosten für die Bereitstellung decken können. Auch wenn Menschen in einer schwierigen Lebenslage bei uns wieder Mut fassen und so viel Selbstbewusstsein entwickeln, damit sie im besten Fall eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt finden können.


Welche weiteren Pläne und Visionen verfolgt ihr bei der Syphon AG?


Karin: Wir bauen unsere Dienstleistungen und Angebote sowohl in der Sozialen Integration wie auch in der Wiederverwendung von Bauteilen aus und werden als Kompetenzzentrum für beide Bereiche wahrgenommen.



Weiter Infos zu Syphon findest du hier: https://www.syphon.ch/de/ueber-unternehmen